Geschichte - Einrichtung Hörbücherei

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Die Einrichtung einer Hörbücherei

Bis zur Entwicklung des Tonbandes stellte die Brailleschrift die einzige Möglichkeit dar, Blinden eine Verbindung zur Literatur zu verschaffen. Zur Erlernung der Blindenschrift bedarf es einer gewissen Konzentration und eines feinen Tastvermögens. 70 % der Blinden haben ihr Sehvermögen erst im fortgeschrittenen Alter verloren und können die Blindenschrift nicht mehr erlernen. Diesem Mangel konnte mit der Entwicklung des Hörbuchs abgeholfen werden.

Bereits im Jahr 1950 hatte die „Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte“ in Zürich mit dem Einsatz von Hörbüchern begonnen.

1954 wurde in Marburg die erste deutsche Blindenhörbücherei gegründet, 1955 die „Westdeutsche Blindenhörbücherei“ in Münster.